FDP Bad Vilbel spricht von Schildbürgerstreich in Berkersheim

„Schleichweg“ Bad Vilbel – Berkersheim faktisch geschlossen

Bad Vilbel – Die neu eingerichtete Lichtzeichenanlage auf dem Heiligen Stock zwischen dem Bad Vilbeler Stadtteil Heilserg und dem Frankfurter Stadtteil Berkersheim zeigt in den Augen der FDP Bad Vilbel, dass sich die Großstadt Frankfurt am Main sehr schwer mit ihren Umlandgemeinden tut. „Dass ohne weitere Vorwarnung nunmehr faktisch der Verkehr in den Stoßzeiten zwischen dem Heilserg und Berkersheim erheblich behindert wird, spricht nicht für eine souveräne Zusammenarbeit der Großstadt Frankfurt am Main mit der Nachbarkommune Bad Vilbel“, teilte der heimische FDP-Ortsvorsitzende und ehemalige hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn mit. Die Liberalen hatten durch ihr Mitglied Peter Janakiew erfahren, dass auf Drängen des grünen Verkehrsdezernenten Maier eine „in Frankfurt als pragmatische Lösung“ angesehene faktische Halbsperrung der Straße mit dieser Lichtzeichenanlage nunmehr vorgenommen wurde. „Natürlich ist es nicht zu bestreiten, dass der Berufsverkehr in den Morgen- und in den Abendstunden eine zusätzliche Belastung für die Bürger von Berkersheim ist, viele andere Wohngebiete, z. B. auch in Bad Vilbel im Zuge der L 3008, werden aber ebenfalls belastet“, stellte der heimische FDP-Chef weiter fest. In der Büdinger Straße in der Quellenstadt sind dies täglich 13.344 KfZ, der Heiligenstockweg wird von ca 1.000 KfZ täglich genutzt.

Es sei auch nicht beruhigend, dass sowohl der Fraktionschef der CDU im Ortsbeirat Gero Gabriel wie auch die Fraktionsvorsitzende der FDP im Römer Annette Rinn auf entsprechende Nachfragen von den Bad Vilbeler Liberalen erklärten, dass der in der Frankfurt als „Schleichverkehr von Bad Vilbel nach Berkersheim“ bezeichnete Verkehr aus Berkersheim herausgehalten werden müsse. Man müsse darauf hinweisen, dass es sich nun einmal bei der Berkersheimer Straße „Am Dachsberg“ um eine Kreisstraße handelt, die auch für überörtlichen Verkehr ausgelegt sei. Überhaupt habe man bei den Liberalen in Bad Vilbel den Eindruck, als handele es sich bei dem Heiligenstockweg für die Frankfurter Kommunalpolitik „um eine landwirtschaftliche Verbindung“. Dieses sei aber rechtlich nicht so, sodass es sich auch nicht um einen Schleichweg, sondern um eine ganz normale Auswahl an Straßenangebot für die Bürgerinnen und Bürger handele.

„Wir Liberale fordern die Verantwortlichen der Stadt Bad Vilbel auf, unverzüglich eine entsprechende Informationsveranstaltung insbesondere für die Heilsberger Bürgerinnen und Bürger durchzuführen, sicherlich muss sich der Ortsbeirat auf dem Heilsberg auch dringend dieses Themas annehmen“, so die abschließende Auffassung des FDP-Ortsvorsitzenden Jörg-Uwe Hahn und des Heilsberger Liberalen Peter Janakiew.

Von der Frankfurter Politik fordern die Liberalen eine schnelle Lösung des Kernproblems, nämlich einen Ausbau der Abbiegespur auf die A 661 in Höhe BGU. Auch müsste die jetzige Massnahme durch Zählungen begleitet werden. „Frankfurt kann seine nördlichen Nachbarn nicht einfach ausgrenzen!“